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26. Juni 2009

Holzschutz ohne Chemie

Holzhochbeet aus Lärchenholz

Sie haben bei erdverbauten Hölzern immer das Problem, dass unbehandeltes Holz nicht das ewige Leben hat und sich nach einigen Jahren langsam auflöst. Dieses Problem ist nicht neu, sondern so alt wie der erste Holzzaun :)

Immer wenn organisches Material von Erde umschlossen wird beginnt es zu verrotten. Das ist bei einem Komposter ein durchaus erwünschter Effekt- stört aber im Zaun- und Hochbeetbau massiv. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten dies zu verhindern.

Man kann Hölzer:

  • Imprägnieren
  • Lasieren
  • in Teer tauchen
  • mit Folie schützen usw.

Wir haben nach einer umweltverträglichen Lösung gesucht und wurden bei unseren Altvorderen fündig: in früheren Tagen wurden Holzpfosten gespitzt und dann im offenen Feuer schwarz gebrannt. Es musste eine schwarze Kohlenstoff-Schicht auf dem Holz entstehen um einen Schutz zu gewährleisten. Durch diese Schicht werden Fäulnisbakterien und Kleinstlebewesen davon abgehalten das Holz zu zersetzen.

Holzschutz bei Holzhochbeeten

Gerade bei unseren Hochbeeten aus Lärchenholz sollte diese altbewährte Holzschutz-Technik die Lebensdauer des Holzes erhöhen, ohne die Erde des Beetes (meist werden Hochbeete zur Anzucht von Gemüse verwendet) zu sehr zu beanspruchen. Eine kurze Anleitung:

  1. Die erste Reihe der Hölzer wurden auf der Unterseite mit einem Flächenbrenner angesengt und die Hölzer danach an ihren Bestimmungsort verbracht.
  2. Jetzt haben wir alle weiteren Etagen auf die Basishölzer montiert und waren in Rekordzeit fertig.
  3. Als Nächstes haben wir uns dürre Äste, altes Holz und Stroh organisiert und in das Hochbeet gefüllt.
  4. Aus unserer Regentonne haben wir zwei Eimer Wasser entnommen und neben unser Beet platziert um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
  5. Jetzt haben wir den Inhalt des Hochbeetes entzündet und einigen Minuten gewartet bis das Feuer fast von selbst erloschen war.
  6. Mit unseren zwei Wassereimern haben wir die Wände des Hochbeetes nochmals schön abgelöscht um keinen Brandherd entstehen zu lassen.
Nach dem Feuer im Holzhochbeet 1Nach dem Feuer im Holzhochbeet 2Nach dem Feuer im Holzhochbeet 3

Schon ist Sie da, die Schutzschicht im Inneren unseres Hochbeetes ohne Chemie und ohne finanziellen Aufwand eingebracht.

Am nächsten Tag konnten wir damit beginnen unser Hochbeet mit Rohkompost, Reisig und Gartenerde zu befüllen. Wir führen nun erste „Langzeitstudien“ durch und halten Sie hier im Blog auf dem Laufenden. Wir sind gespannt wie sich die Hölzer im Verlauf der Jahre verhalten und werden dies mit einem Vergleichsmodell über einige Jahre verfolgen.

Haben Sie bereits Erfahrung mit Holzschutz-Techniken gemacht? Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Erfahrungen in den Kommentaren!

Kategorie: Frühbeet, Tipps und Tricks Autor: AxJa Datum: 13:31
4 Comments

4 Kommentare

  1. Sabine sagt:

    Mensch, das ist eine gute Idee. Ich habe gerade einen Sandkasten aus unbehandeltem Holz für meinen Sohn gekauft. Der hält so bestimmt länger. Vielen Dank für den guten Tipp.

  2. Sylvia sagt:

    genua so hab ich es auch immer gemacht! Das sollte man jedem empfehlen das stimmt!

  3. Manuela sagt:

    Das wusste ich noch gar nicht. Ein toller Beitrag und den Tipp werde ich mir merken! Danke!

  4. [...] des richtigen Hauses mit einwirken. Die große Mehrheit der Gartenhäuser ist aus Holz gebaut. Holz ist zum einen ein nachwachsender Rohstoff, eignet sich durch seine Dämmfunktion und die hohe [...]

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